Europäische Geldpolitik und Zombiefizierung

David Herok; Gunther Schnabl

Juni 2018

Abstract

Während die Arbeitslosigkeit in Europa stetig sinkt und immer weniger Unternehmen Insolvenz anmelden, wächst im Schatten der anhaltenden Flut des billigen Geldes durch die EZB die Anzahl von sogenannten Zombie -Banken, Zombie-Unternehmen und Zombie Staaten. Diese Entwicklung erinnert an eine Rückkehr zu planwirtschaftlichen Strukturen und erschwert den Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik. Nur ein Ausstieg kann jedoch entscheidend der fortschreitenden Zombiefizierung Einhalt zu gebieten, die die marktwirt-schaftlichen Prinzipien unterhöhlt, das Wachstum lähmt und den sozialen Frieden stört.

While unemployment and bankruptcies in Europe are steadily on decline, the number of so-called zombie banks, zombie companies and zombie states is growing in the shadow of the ECB's persistent ultra-easy monetary policy. This development is reminiscent of a return to planned economic structures and makes it much more difficult to exit from the very loose monetary policy. However, an exit is crucial to halting the zombification process which un-dermines free-market principles and growth, and disrupts social peace.

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Erschienen in

Austrian Institute Paper 21 (2018).

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Monetary policy and overinvestment in East Asia and Europe

Gunther Schnabl

Dezember 2017

Abstract

The paper analyzes the role of monetary policy for cyclical movements of investment and asset markets in East Asia and Europe based on a Mises-Hayek overinvestment framework. It is shown how the gradual global decline of interest rates has triggered wandering overinvestment cycles in Japan, Southeast Asia, and China. Similarly, it is shown how a one-size monetary policy within the European Monetary Union has not preserved the European Monetary Union from idiosyncratic economic development and crisis because of uncoordinated fiscal policies. With monetary policy crisis management being argued to impede financial and economic restructuring, a timely exit from ultra-expansionary monetary policies is recommended for both East Asia and Europe to reconstitute economic stability and growth.

JEL Codes: , , , .

Erschienen in

Asia Europe Journal (December 2017), Volume 15, Issue 4, pp 445–462.

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Wege Zu Einer Stabilitäts- Und Wachstumsorientierten Geldpolitik Aus Österreichischer Perspektive

Gunther Schnabl

Juni 2015

Abstract

Das Papier identifiziert auf der Grundlage der monetären Überinvestitionstheorien von Wicksell (1898), Mises (1912) and Hayek (1929, 1937) expansive Geldpolitik als Ursache für Boom-und-Krisen-Zyklen auf den Finanzmärkten sowie für langfristige Stagnation. Das Absenken der Leitzinsen gegen Null wird als Ursache für eine sinkende Grenzleistungsfähigkeit der Investitionen gesehen, da der Bankensektor schleichend nationalisiert wird und strukturelle Verzerrungen zementiert werden. Eine asymmetrische Geldpolitik begünstigt eine Substitution von Realinvestitionen durch Finanzinvestitionen, von privaten Investitionen durch öffentliche Investitionen sowie Umverteilung von mittleren und unteren Einkommensschichten hin zu oberen Einkommensschichten. Der von strukturell sinkenden Zinsen begünstigte Anstieg der Staatsverschuldung sowie eine durch Umverteilungseffekte der Geldpolitik verursachte Reallohnrepression werden als Gründe für die Hysterese sehr expansiver Geldpolitik identifiziert. Es wird ein Anheben der Leitzinsen empfohlen, um die Allokations- und Signalfunktion der Zinsen, das Haftungsprinzip, eine hohe Grenzleistungsfähigkeit der Investitionen und damit eine nachhaltige Wachstumsdynamik wiederherzustellen.

Keywords: , , , , , , .

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Erschienen in

Universität Leipzig Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Working Paper Series.

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Mit dem Kopf im Sand? Goodharts Gesetz und die Wirkungslosigkeit von Inflationszielen als geldpolitische Regelmechanismen

Gunther Schnabl

Oktober 2014

Abstract

Historisch niedrige Inflationsraten und Warnungen vor Deflation gehen in den großen Industrieländern mit Exzessen auf den Finanzmärkten einher. Um Wachstum und In-flation wiederzubeleben, werden im Zuge der quantitativen Lockerung die Zentral-bankbilanzen aufgeblasen, ohne dass es zum einem maßgeblichen Anstieg der Inflati-onsraten kommt. Der Artikel argumentiert, dass gemäß Goodharts Gesetz Inflations-ziele als geldpolitische Regelwerke zur Kontrolle von Konsumentenpreisinflation ihre Wirkung verloren haben. Durch die Etablierung der Regeln ist der zugrundeliegende Transmissionsmechanismus von einer Ausweitung der Geldbasis zu Konsumenten-preisinflation zusammengebrochen. Rationale gewinnmaximierende Finanzinstitute umgehen die Regel, indem sie zusätzliche Zentralbankliquidität in die Finanz- statt in die Gütermärkte lenken. Dies führt zu Umverteilungseffekten zugunsten der Akteure in den Finanzmärkten und den Haltern von Vermögenswerten, die mit Reallohnrepres-sion im Rest der Volkswirtschaften verbunden sind. Die wirtschaftspolitische Konse-quenz ist die Reform der bestehenden geldpolitischen Regelwerke.

Keywords: , , , , , , .

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Erschienen in

Working Papers on Global Financial Markets 55.

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