Europäische Geldpolitik und Zombiefizierung

David Herok; Gunther Schnabl

Juni 2018

Abstract

Während die Arbeitslosigkeit in Europa stetig sinkt und immer weniger Unternehmen Insolvenz anmelden, wächst im Schatten der anhaltenden Flut des billigen Geldes durch die EZB die Anzahl von sogenannten Zombie -Banken, Zombie-Unternehmen und Zombie Staaten. Diese Entwicklung erinnert an eine Rückkehr zu planwirtschaftlichen Strukturen und erschwert den Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik. Nur ein Ausstieg kann jedoch entscheidend der fortschreitenden Zombiefizierung Einhalt zu gebieten, die die marktwirt-schaftlichen Prinzipien unterhöhlt, das Wachstum lähmt und den sozialen Frieden stört.

While unemployment and bankruptcies in Europe are steadily on decline, the number of so-called zombie banks, zombie companies and zombie states is growing in the shadow of the ECB's persistent ultra-easy monetary policy. This development is reminiscent of a return to planned economic structures and makes it much more difficult to exit from the very loose monetary policy. However, an exit is crucial to halting the zombification process which un-dermines free-market principles and growth, and disrupts social peace.

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Erschienen in

Austrian Institute Paper 21 (2018).

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Wege Zu Einer Stabilitäts- Und Wachstumsorientierten Geldpolitik Aus Österreichischer Perspektive

Gunther Schnabl

Juni 2015

Abstract

Das Papier identifiziert auf der Grundlage der monetären Überinvestitionstheorien von Wicksell (1898), Mises (1912) and Hayek (1929, 1937) expansive Geldpolitik als Ursache für Boom-und-Krisen-Zyklen auf den Finanzmärkten sowie für langfristige Stagnation. Das Absenken der Leitzinsen gegen Null wird als Ursache für eine sinkende Grenzleistungsfähigkeit der Investitionen gesehen, da der Bankensektor schleichend nationalisiert wird und strukturelle Verzerrungen zementiert werden. Eine asymmetrische Geldpolitik begünstigt eine Substitution von Realinvestitionen durch Finanzinvestitionen, von privaten Investitionen durch öffentliche Investitionen sowie Umverteilung von mittleren und unteren Einkommensschichten hin zu oberen Einkommensschichten. Der von strukturell sinkenden Zinsen begünstigte Anstieg der Staatsverschuldung sowie eine durch Umverteilungseffekte der Geldpolitik verursachte Reallohnrepression werden als Gründe für die Hysterese sehr expansiver Geldpolitik identifiziert. Es wird ein Anheben der Leitzinsen empfohlen, um die Allokations- und Signalfunktion der Zinsen, das Haftungsprinzip, eine hohe Grenzleistungsfähigkeit der Investitionen und damit eine nachhaltige Wachstumsdynamik wiederherzustellen.

Keywords: , , , , , , .

JEL Codes: , , , .

Erschienen in

Universität Leipzig Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Working Paper Series.

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